Morbus Bechterew und Spondylitis Ankylosans und rheumatoide Arthritis sowie Rheuma und Rücken. TNF-Alpha Therapie, NSAR, Cox 2, Diagnose und Radium

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(Spondylitis ankylosans) 
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Update 24.08.2007

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COX-2-Hemmer zur Behandlung von Morbus Bechterew

Die COX-2-Hemmer gehören zu den NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) und ist eine Präparategruppe, die zu den cortisonfreien Entzündungshemmern gehört.

Man erwartet von diesen Medikamenten die selbe Wirkung wie bei den bekannten NSAR (z.B. Indometacin und Diclofenac) bei geringerer Aggressivtät gegen die Magenschleimhaut. Diese Medikamente befinden sich erst seit kurzer Zeit auf dem markt. Ob sie halten, was sie versprechen und ob andere Nebenwirkungen hinzukommen wird sich zeigen. Ein weiterer Unterschied zu den herkömmlichen NSAR ist der hohe Preis.

Vioxx® (Wirkstoff Rofecoxib) wird in Deutschland nicht mehr vertrieben!

Celebrex® (Wirkstoff Celecoxib) wird in Deutschland vertrieben von Pfizer/Searle

Selektive COX-2-Hemmer – Vorteil bei der Spondylitis ankylosans noch nicht erwiesen


Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wirken im wesentlichen durch Hemmung des Enzyms Zyklooxygenase (COX), das bei der körpereigenen Herstellung des Hor-mons Prostaglandin eine Rolle spielt. Sie wirken dadurch entzündungshemmend, führen aber gleichzeitig zu einer verminderten Widerstandsfähigkeit der Magenschleim-haut. Seit kurzem ist klar, dass es zwei verschiedene Zyklooxygenasen gibt: COX-1 und COX-2. Zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung ist es nötig, das Enzym COX-2 zu hemmen, während COX-1 zum Schleimhautschutz beiträgt. Während ältere NSAR wie Indometacin (Handelsname AMUNO) vor allem die COX-1 hemmen, beeinflussen Diclofenac (VOLTAREN) und das etwas besser verträgliche Präparat Meloxicam (MOBEC) vorzugsweise COX-2. Beide hemmen aber auch COX-1, vor allem im höheren Dosis-Bereich. Das neuere NSAR Rofecoxib (Handelsname VIOXX) ist dagegen ein spezifischer COX-2-Hemmer, der kaum noch eine nachweisbare COX-1-Hemmung aufweist. Da aber auch dieses Präparat nur etwas weniger auffällige Magen-Darm-Symptome erzeugt im Vergleich zu Diclofenac, wird klar, dass die COX-1/COX-2-Unterscheidung nur ein Teil der Magen-Darm-Problematik der NSAR erklärt.


Die selektive COX-2 Hemmung löst das Problem zwar nicht ganz. Im Vergleich zu konventionellen Präparaten führt Rofecoxib, das seit November 1999 für die Behandlung einer leichten Arthrose zugelassen ist, aber zu einer deutlich geringeren Häufigkeit von Magengeschwüren. Die Wirksamkeit der neuen COX-2-selektiven NSAR ist bei leichter Arthrose dem Diclofenac oder Ibuprofen vergleichbar. Bei stärkeren Schmerz- bzw. Entzündungszuständen ist sie wahrscheinlich eher als etwas schwächer einzuschätzen. Für die Behandlung des Morbus Bechterew liegen bezüglich der Wirksamkeit und Verträglichkeit bisher noch keine Erkenntnisse vor.


Der Einsatz der neuen COX-2-selektiven NSAR wird aber auch durch ökonomische Überlegungen relativiert, da die neuen Präparate, den erheblichen Entwicklungskosten entsprechend, noch teurer sind als die konventionellen Präparate. Ob die neueren COX-2-Hemmer sich bei ausgesprochenen Risikopatienten (auch im Vergleich zu einer Kombination aus konventionellem NSAR und einem Magenschutzmittel, z. B. Omeprazol) als günstiger erweisen, muss sich in prospektiven Studien erst noch erweisen.