Abgeschickt von Uli am 18 Juni, 2008 um 13:22:40:
Antwort auf: Resolvin E1 von Stefan am 16 Juni, 2008 um 14:31:37:
Hallo Stefan,
deine Frage ist falsch gestellt1 Diesen Stoff bildet dein Körper von selbst, wenn du die Voraussetzungen schaffst. Erwarte von Aussen und Ärzten keine Hilfe zur Selbsthilfe. Nur die wenigsten und wirklich Guten sind dazu in der Lage dem Kranken die Verantwortung NICHT abzunehmen.
Hier noch eine kleine Hilfe die richtigen Voraussetzungen zu schaffen:
Bereits seit längerem gibt es Diskussionen, ob der Konsum von hochdosierten Omega-3-Fettsäuren antientzündliche Effekte hat. Einige Studien und erste Beobachtungen sprechen jedoch für eine gewisse antientzündliche Wirkung der Omega-3-Fettsäuren. Nach Untersuchungen bei der rheumatoiden Arthritis und beim Morbus Crohn, liegen nun erste Ergebnisse für den Morbus Bechterew vor.
Die Diskussionen um den Einfluss von Lebensstil, Ernährung und Umgebungsfaktoren auf die Entstehung von Morbus Bechterew ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die Erkrankung von Region zu Region weltweit unterschiedlich häufig auftritt. Während beispielsweise etwa 17 Prozent aller Schweden HLA-B27 positiv sind, weisen von den in Alaska lebenden Inuit etwa 20-40 Prozent der Gesamtbevölkerung dieses Merkmal auf. Allerdings erkranken nicht so viele Inuit an Morbus Bechterew, wie es diese Zahlen erwarten lassen. Darüber hinaus verläuft die Erkrankung bei den betroffenen Inuit oft erstaunlich mild.
Die Nahrung der Inuit enthält häufig einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Vor diesem Hintergrund haben Forscher aus Schweden nun untersucht, ob die Ernährung - in diesem Fall die Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren - einen Einfluss auf den Verlauf des Morbus Bechterew hat.
In der Studie konnten hoch dosierte Omega-3-Fettsäuren (4,55 g pro Tag) über einen Zeitraum von 21 Wochen die Krankheitsaktivität signifikant senken. Mit niedrig dosierten Omega-3-Fettsäuren (1,95 g pro Tag) trat diese Besserung nicht ein. Die Einnahme weiterer Medikamente (z.B. nicht steroidalen Antirheumatika oder anderen Schmerzmitteln) und die körperlichen Einschränkungen wurden durch die unterschiedliche Dosierung nicht beeinflusst.
Die Untersuchung basiert auf den Behandlungsdaten von jeweils neun Patienten mit Morbus Bechterew, die täglich nach dem Zufallsprinzip entweder drei (niedrige Dosis) oder sieben (hohe Dosis) Kapseln Fischöl eingenommen hatten.
Nach Ansicht der Arbeitsgruppe könnten Omega-3-Fettsäuren in hoher Dosierung womöglich die Krankheitsaktivität mindern. Da die Teilnehmerzahl bei der aktuellen Untersuchung noch sehr klein war, halten die beteiligten Forscher jedoch weitere, größere und besser kontrollierte Studien für notwendig, um den Nutzen wirklich abschätzen zu können.
Quelle: Sundström B. et al.: Supplementation of omega-3 fatty acids in patients with ankylosing spondylitis. Scand J Rheumatol. 2006;35:359-362.
Autor: BSMO, era