Morbus Bechterew und Spondylitis Ankylosans und rheumatoide Arthritis sowie Rheuma und Rücken. TNF-Alpha Therapie, NSAR, Cox 2, Diagnose und Radium

BECHTEREW.com
Austausch und Information zu  Morbus Bechterew
(Spondylitis ankylosans) 
für Patienten und Ärzte



 
 
 
 
 
 


 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

 
 

 
 

 
 

 
 


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Update 24.08.2007

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Behandlung mit Methotrexat - Eine Information für Patienten mit Morbus Bechterew

Wann tritt die Wirkung ein ? 
Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 4 - 8 Wochen. Wenn die Wirkung nicht ausreicht, dann entscheidet Ihr Arzt über eine Dosissteigerung.

Wie wird die Behandlung mit Methotrexat durchgeführt?
Methotrexat wird nur einmal pro Woche entweder als Tablette oder Spritze gegeben. Das ist anders als bei anderen Medikamenten.

Was müssen Sie während der Methotrexatbehandlung besonders beachten ?
Sie sollten während der Methotrexatbehandlung möglichst keinen Alkohol trinken. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Eine Schwangerschaft muß während der Methotrexatbehandlung und in den ersten drei Monaten nach Absetzen des Methotrexat sicher verhütet werden. Männer dürfen während der Methotrexatbehandlung und in den ersten drei Monaten nach dem Absetzen des Methotrexat kein Kind zeugen.

Woran merken Sie, daß die Methotrexatbehandlung wirkt?
Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie zum Beispiel die Blutsenkung.

Wie lange wird die Methotrexatbehandlung durchgeführt?
Es ist notwendig, daß die Methotrexatbehandlung langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihr Methotrexat regelmäßig bekommen. Die Behandlung muß auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit verschlimmern.

Was passiert, wenn die Methotrexatbehandlung nicht wirkt?
Erst nach 4 Monaten kann man die Methotrexatbehandlung sicher beurteilen. Wenn das Methotrexat nicht ausreichend wirkt, wird Ihr Arzt die Therapie ändern.

Auf welche Nebenwirkungen müssen Sie selbst achten ?
Sofort müssen Sie sich in ärztliche Behandlung begeben, wenn eines der folgenden Warnzeichen auftreten sollte:

- Fieber - Luftnot - Reizhusten

Relativ häufig kommt es zu Entzündungen der Mundschleimhaut. Es können auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Manche Patienten nehmen an Gewicht ab. Selten kann ein leichter Haarausfall auftreten. Wenn Sie eine dieser Erscheinungen beobachten, sollten Sie Ihren Arzt spätestens vor der nächsten Tabletteneinnahme oder Spritze informieren.

Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt ?
Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen Auch eine Urinuntersuchung ist notwendig, um die Nierenfunktion zu prüfen. Falls bei Ihnen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Methotrexatbehandlung auftreten, entscheidet Ihr Arzt über die weitere Behandlung. Nicht jede unerwünschte Wirkung zwingt zum Abbruch der Therapie.

Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?

1. Monat
jede Woche
2. und 3. Monat
alle 2 Wochen
ab 4. Monat
alle 4 Wochen

Wenn Sie ungewohnte Beschwerden während der Methotrexattherapie bemerken, informieren Sie Ihren Arzt spätestens vor der nächsten Tabletteneinahme bzw. Spritze.

Was passiert, wenn Sie eine Tabletteneinnahme vergessen oder eine Spritze verpaßt haben ?
Sollten Sie wirklich einmal eine Tabletteneinnahme oder Spritze versäumt haben, sollten Sie diese so schnell wie möglich nachholen. Die nächste Einnahme oder Spritze verschiebt sich entsprechend. Falls Sie sich wegen der weiteren Behandlung unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt. Die Tabletteneinnahme bzw. die Spritze darf allerdings nicht häufiger vergessen werden, da sonst der Behandlungserfolg gefährdet ist.

Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten?
Impfungen sollten während der Methotrexatbehandlung nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen. Vermeiden Sie eine intensive Sonneneinstrahlung. Nach Absetzen von Methotrexat kann ein Krankheitsschub auftreten.

 

Behandlung mit Sulfasalazin - Eine Information für Patienten

Wann tritt die Wirkung ein ?
Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 12 Wochen. Wenn die Wirkung nicht ausreicht, dann entscheidet Ihr Arzt über eine Dosissteigerung. Sulfasalazin ist ein langwirksames Rheumamedikament.

Wie wird die Behandlung mit Sulfasalazin durchgeführt?
Die Dosis wird langsam erhöht, damit Sie das Medikament besser vertragen. Manchmal kann es aber erforderlich sein, daß gleich 2 x 2 Kapseln eingenommen werden.

Woran merken Sie, daß die Behandlung mit Sulfasalazin wirkt?
Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie zum Beispiel die Blutsenkung.

Wie lange wird die Behandlung mit Sulfasalazin durchgeführt?
Es ist notwendig, daß die Behandlung mit Sulfasalazin langfristig erfolgt. Sie wirkt nur, wenn Sie Ihr Sulfasalzin regelmäßig einnehmen. Die Behandlung muß auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit verschlimmern.

Was passiert, wenn die Behandlung mit Sulfasalazin nicht wirkt?
Wenn Sulfasalazin nach 3 Monaten nicht ausreichend gewirkt hat, entscheidet Ihr Arzt über eine mögliche Dosiserhöhung: morgens, mittags und abends je 2 Tabletten. Erst nach insgesamt 6 Monaten kann sicher beurteilt werden, ob die Wirkung von Sulfasalazin ausbleibt. Dann wird Ihr Arzt die Therapie ändern.

Welche Nebenwirkungen können auftreten ?
Einige Patienten klagen über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Andere haben Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl oder sind außergewöhnlich müde. Diese Beschwerden treten vor allem in den ersten Wochen der Behandlung auf. Manchmal kommt es zu Juckreiz, Hautausschlag, schmerzhaften Bläschen im Mund- / Rachenbereich oder Haarausfall. Wenn Sie Fieber oder Luftnot haben, informieren Sie umgehend Ihren Arzt darüber.

Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt ?
Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen. Auch eine Urinuntersuchung ist notwendig. Gefährliche Nebenwirkungen sind außerordentlich selten.

Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?

1.-3 Monat
alle 2 Wochen
4. - 6. Monat
alle 4 Wochen
ab 6. Monat
alle 3 Monate

Wenn Sie ungewohnte Beschwerden während der Sulfasalazintherapie bemerken, dann sollten Sie Ihren Hausarzt informieren.

Was ist außerdem noch während der Behandlung zubeachten ?
Während der Behandlung mit Sulfasalazin sollten Frauen nicht schwanger werden. Ob die Behandlung in der Schwangerschaft und Stillzeit fortgesetzt werden kann, entscheidet Ihr Arzt.
Bei Männern kann die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt sein. Das Sexualempfinden wird davon nicht betroffen. Bei Kinderwunsch sollte Sulfasalazin nach Rücksprache mit Ihrem Arzt abgesetzt werden. Die Zeugungs-fähigkeit kehrt innerhalb von 3 Monaten vollständig zurück.

Vermeiden Sie eine intensive Sonneneinstrahlung.
Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die sie außerdem noch einnehmen.