Behandlung mit
Methotrexat - Eine Information für Patienten mit
Morbus Bechterew
Wann tritt die Wirkung ein ?
Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 4 - 8 Wochen. Wenn die Wirkung
nicht ausreicht, dann entscheidet Ihr Arzt über eine Dosissteigerung.
Wie wird die Behandlung mit Methotrexat durchgeführt?
Methotrexat wird nur einmal pro Woche entweder als Tablette oder Spritze
gegeben. Das ist anders als bei anderen Medikamenten.
Was müssen Sie während der Methotrexatbehandlung besonders
beachten ?
Sie sollten während der Methotrexatbehandlung möglichst keinen Alkohol trinken.
Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Eine
Schwangerschaft muß während der Methotrexatbehandlung und in den ersten drei
Monaten nach Absetzen des Methotrexat sicher verhütet werden. Männer dürfen
während der Methotrexatbehandlung und in den ersten drei Monaten nach dem
Absetzen des Methotrexat kein Kind zeugen.
Woran merken Sie, daß die Methotrexatbehandlung wirkt?
Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück.
Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern
sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie zum Beispiel die Blutsenkung.
Wie lange wird die Methotrexatbehandlung durchgeführt?
Es ist notwendig, daß die Methotrexatbehandlung langfristig erfolgt. Sie wirkt
nur, wenn Sie Ihr Methotrexat regelmäßig bekommen. Die Behandlung muß auch dann
fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die Krankheit
verschlimmern.
Was passiert, wenn die Methotrexatbehandlung nicht wirkt?
Erst nach 4 Monaten kann man die Methotrexatbehandlung sicher beurteilen. Wenn
das Methotrexat nicht ausreichend wirkt, wird Ihr Arzt die Therapie ändern.
Auf welche Nebenwirkungen müssen Sie selbst achten ?
Sofort müssen Sie sich in ärztliche Behandlung begeben, wenn eines der folgenden
Warnzeichen auftreten sollte:
| - Fieber |
- Luftnot |
- Reizhusten |
Relativ häufig kommt es zu Entzündungen der Mundschleimhaut.
Es können auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Manche Patienten
nehmen an Gewicht ab. Selten kann ein leichter Haarausfall auftreten. Wenn Sie
eine dieser Erscheinungen beobachten, sollten Sie Ihren Arzt spätestens vor der
nächsten Tabletteneinnahme oder Spritze informieren.
Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt ?
Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen
kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung
feststellen Auch eine Urinuntersuchung ist notwendig, um die Nierenfunktion zu
prüfen. Falls bei Ihnen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der
Methotrexatbehandlung auftreten, entscheidet Ihr Arzt über die weitere
Behandlung. Nicht jede unerwünschte Wirkung zwingt zum Abbruch der Therapie.
Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?
1. Monat
jede Woche |
2. und 3. Monat
alle 2 Wochen |
ab 4. Monat
alle 4 Wochen |
Wenn Sie ungewohnte Beschwerden während der
Methotrexattherapie bemerken, informieren Sie Ihren Arzt spätestens vor der
nächsten Tabletteneinahme bzw. Spritze.
Was passiert, wenn Sie eine Tabletteneinnahme vergessen oder
eine Spritze verpaßt haben ?
Sollten Sie wirklich einmal eine Tabletteneinnahme oder Spritze versäumt haben,
sollten Sie diese so schnell wie möglich nachholen. Die nächste Einnahme oder
Spritze verschiebt sich entsprechend. Falls Sie sich wegen der weiteren
Behandlung unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt. Die Tabletteneinnahme bzw. die
Spritze darf allerdings nicht häufiger vergessen werden, da sonst der
Behandlungserfolg gefährdet ist.
Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten?
Impfungen sollten während der Methotrexatbehandlung nur nach Rücksprache mit
Ihrem Arzt erfolgen. Vermeiden Sie eine intensive Sonneneinstrahlung. Nach
Absetzen von Methotrexat kann ein Krankheitsschub auftreten.
Behandlung mit
Sulfasalazin - Eine Information für Patienten
Wann tritt die Wirkung ein ?
Die meisten Patienten merken eine Besserung nach 12 Wochen. Wenn die Wirkung
nicht ausreicht, dann entscheidet Ihr Arzt über eine Dosissteigerung.
Sulfasalazin ist ein langwirksames Rheumamedikament.
Wie wird die Behandlung mit Sulfasalazin durchgeführt?
Die Dosis wird langsam erhöht, damit Sie das Medikament besser vertragen.
Manchmal kann es aber erforderlich sein, daß gleich 2 x 2 Kapseln eingenommen
werden.
Woran merken Sie, daß die Behandlung mit Sulfasalazin wirkt?
Nach einigen Wochen gehen die Schmerzen und Schwellungen zurück.
Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Die Belastbarkeit steigt. Oft bessern
sich auch die Entzündungszeichen im Blut, wie zum Beispiel die Blutsenkung.
Wie lange wird die Behandlung mit Sulfasalazin durchgeführt?
Es ist notwendig, daß die Behandlung mit Sulfasalazin langfristig erfolgt. Sie
wirkt nur, wenn Sie Ihr Sulfasalzin regelmäßig einnehmen. Die Behandlung muß
auch dann fortgeführt werden, wenn es Ihnen besser geht. Sonst kann sich die
Krankheit verschlimmern.
Was passiert, wenn die Behandlung mit Sulfasalazin nicht
wirkt?
Wenn Sulfasalazin nach 3 Monaten nicht ausreichend gewirkt hat, entscheidet Ihr
Arzt über eine mögliche Dosiserhöhung: morgens, mittags und abends je 2
Tabletten. Erst nach insgesamt 6 Monaten kann sicher beurteilt werden, ob die
Wirkung von Sulfasalazin ausbleibt. Dann wird Ihr Arzt die Therapie ändern.
Welche Nebenwirkungen können auftreten ?
Einige Patienten klagen über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.
Andere haben Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl oder sind außergewöhnlich müde.
Diese Beschwerden treten vor allem in den ersten Wochen der Behandlung auf.
Manchmal kommt es zu Juckreiz, Hautausschlag, schmerzhaften Bläschen im Mund- /
Rachenbereich oder Haarausfall. Wenn Sie Fieber oder Luftnot haben, informieren
Sie umgehend Ihren Arzt darüber.
Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt ?
Der Arzt achtet auf Haut- und Schleimhautveränderungen. Durch Blutuntersuchungen
kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung
feststellen. Auch eine Urinuntersuchung ist notwendig. Gefährliche
Nebenwirkungen sind außerordentlich selten.
Wie oft müssen die Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden?
1.-3 Monat
alle 2 Wochen |
4. - 6. Monat
alle 4 Wochen |
ab 6. Monat
alle 3 Monate |
Wenn Sie ungewohnte Beschwerden während der
Sulfasalazintherapie bemerken, dann sollten Sie Ihren Hausarzt informieren.
Was ist außerdem noch während der Behandlung zubeachten ?
Während der Behandlung mit Sulfasalazin sollten Frauen nicht schwanger werden.
Ob die Behandlung in der Schwangerschaft und Stillzeit fortgesetzt werden kann,
entscheidet Ihr Arzt. Bei Männern kann die
Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt sein. Das Sexualempfinden wird davon nicht
betroffen. Bei Kinderwunsch sollte Sulfasalazin nach Rücksprache mit Ihrem Arzt
abgesetzt werden. Die Zeugungs-fähigkeit kehrt innerhalb von 3 Monaten
vollständig zurück.
Vermeiden Sie eine intensive Sonneneinstrahlung.
Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die sie außerdem noch
einnehmen.