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Der Morbus Bechterew, Synonym Spondylitis ankylosans (SPA)
ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung des Achsenskeletts, in ca. 20
% mit peripherer Gelenkbeteiligung.
Die Prävalenz (Häufigkeit der Fälle in der Bevölkerung)
in unserer Region beträgt ca. 0,2 % bei einem Männeranteil von ca. 70
%. Die Ursache der SPA ist unklar, wahrscheinlich multifaktorieller
Genese. Die hohe Assoziation der SPA von ca. 90 % mit dem genetischen
Marker HLA-B27 ist bekannt, für die Diagnosefindung jedoch von
untergeordneter Bedeutung. Von den ca. 8 % HLA-B27-Trägern in unserer
Bevölkerung entwickeln nur 2 % eine SPA. Eckpfeiler der Diagnostik
bleibt der radiologische Nachweis einer Entzündung der
Sacroiliacalgelenke.
Die klinische Variabilität der Erkrankung ist breit, die
Prognose besser als die der chronischen Polyarthritis. Den
Therapieschwerpunkt bilden Krankengymnastik „lebenslänglich“,
Schmerztherapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), bei
peripherer Gelenkbeteiligung oder sehr hoher entzündlicher Aktivität
evtl. Sulfasalazin.
Seit kurzer Zeit besteht für Patienten, deren Schmerzen
trotz herkömmlicher Therapie nicht beherrscht werden können, die Möglichkeit
eine Behandlung mit Radiumchlorid [224Ra] durchzuführen.
Eine weitere neue Therapieoption, die erst Ende 2002
zugelassen wurde, ist die Behandlung mit sogenannten TNF-alpha-Hemmern. |